Freitag, 4. Oktober 2013

TEXAS - The Ironman State






Der Titel müsste heissen - TEXAS "The Lone Star State", Staat des einsamen Sterns. Aber bei so viel Begeisterung für Ironman hab ich gleich mal eine Namensänderung vorgenommen. Alles träumt von Kona, jeder möchte unbedingt da hin und für die 3 Qualifizierten aus The Woodlands, einem Vorrort von Houston, wird eigens eine "Kona send-off Party" veranstaltet!


Bestes Voraussetzungen für mein Trainingscamp mit Dario Zarro auf dem Weg zum Ironman Hawaii. Dass unsere Gastfamilie, Maureen und Greg Gibbons, grosse Triathlonfans sind wussten wir von Balazs, der uns diesen Homestay organisierte. Dass aber ihr Haus fast einem olympischen Trainingsstützpunkt gleicht war schon etwas überraschend. Fitnessraum mit "state of the Art" Laufband und Indoorbike. Bikegarage die mit jedem Shop mithalten kann. Kaum eine Kaffeetasse ohne Logo einer Ironmanveranstaltung und im Kühl- und Essschrank Bioprodukte, Powerbar und Gels in XXXL Packung.  Da uns Greg und Balazs auch immer wieder beim Training begleiteten, mussten wir uns nicht einmal grosse Gedanken über die Örtlichkeiten und Routen machen. Geschwommen wurde in Villa Sports einem gigantischen Fitnessclub mit Laufbändern, Spinningrädern, Kraftmaschinen und für uns wichtig, 3 (!) 25 yard Pools, einer davon Indoor! 


Für die Erbsenzähler unter meinen Bloglesern hier noch die ungefähren Trainingsumfänge: 

Velo 1000 Km, Laufen 100 Km, Schwimmen 15 Km, wobei Dario beim Laufen meistens noch ein paar Kilometer drauf packte. Umfänge ist natürlich nur die halbe Wahrheit. Dass wir nicht einfach nur im Junkemeilentempo gemütlich durch die texanischen Rinderfarmen geradelt sind beweist dieser Facebookeintrag von Jamey, einem der vielen Ironmanfreaks:

I just finished doing my best impersonation of a professional triathlete 112 miles in 5 hours and 10 min with my coaches Greg and Balazs and a couple of his professional friends. Wow what an experience, unbelievable ride, those european guys know how to party. They rode 140 miles yesterday and hammered 112 today like it was nothing. I'm so bad with names, one of them is the european champion. It was definitely a salty ride.

Ein XXXL Thank You geht an Balazs und natürlich Maureen & Greg Gibbons! 
Grazie Mille auch an Dario für die Kameradschaft. Neben einem super Sportsfreund ist er ein ausgezeichneter Koch,  Barista und Chauffeur (allerdings Napoli Style !)

Wir sind also bereit für den grossen Showdown. Ab sofort werde ich täglich von Kona berichtet.
Stay tuned! 

Dienstag, 24. September 2013

5150 1291 50 55 60

Hoffentlich ist es mir gelungen für die obige Zahlenkombination etwas Neugierde und Interesse zu wecken. Dass es sich weder um meine AHV- noch meine IBAN-Nummer handelt werden die meisten verstanden haben. Die Triathlonkundigen haben natürlich erkannt, dass es sich bei der ersten Zahlenkombination, 5150, um die Abkürzung für die von der World Triathlon Corporation durchgeführte Serie von olympischen Triathlons handelt. Diese besteht aus 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Zusammen ergibt sich eine Distanz von 51,50 Kilometern, woraus sich der Name der Wettkampfserie ableitet. An genau so einem Anlass, dem 5150 Galveston in Texas haben Dario Zarro und ich teilgenommen. Dass aus dem Triathlon ein Duathlon wurde, das Schwimmen musste wegen starkem Wind gestrichen werden, störte mich nicht. In dieser Saison musste ich mich schon mehrmals auf neue Gegebenheiten einstellen. Im 1291 wurde anlässlich des Rütlischwurs die Eidgenossenschaft gegründet. In vielen Feldzügen eroberten die Eidgenossen das Tessin, das Veltlin und andere angrenzende Orte und Gebiete. Auch wir sind ausgezogen um zu kämpfen und unsere Landesfarben zu verteidigen. Die Schweizerfahne haben wir symbolisch im Grossformat platziert! Dario hat souverän seine AK M50 gewonnen, ich die AK M55 und Emil Raschle, ein Schweizer der in Texas lebt, die AK M60. Drei Schweizer am Start, drei Mal erster Platz. Schade, dass die so patriotischen Amerikaner nicht unser Landeshymne spielten! 

Aber eigentlich sind wir ja zur Vorbereitung für den Ironman Hawaii hier. Balazs Csoke, unserem ungarischen Triathlonfreund dessen Lebensmittelpunkt mittlerweile in Texas liegt, verdanken wir eine fantastische Unterkunft bei Greg und Maureen Gibbons. Beide sind absolute Triathlonfreaks und ihr Haus, und Greg's Garage die einem Bikeshop gleicht, ist offen für Sportler aus der ganzen Welt. 

Ironnonno - Dario Zarro - Emil Raschle

Montag, 9. September 2013

Tour-Challenge


Die Tour-Challenge ist ein Etappenrennen für Hobbyrennvelofahrer. Wobei sich das Hobby etwas relativiert nehmen doch einige ehemalige Elitefahrer teil. Das Niveau war in allen Kategorien sehr hoch und dementsprechend hingen die Trauben ziemlich weit oben. Für mich als Schwergewicht war von Anfang an klar, dass ich mit den Schnellsten in meiner AK nicht mithalten kann.

Die Idee der Teilnahme war viel Spass an meinem Lieblingssport zu haben und noch einige harte und wertvolle Kilometer für das Abenteuer Ironman Hawaii zu sammeln. Begleitet wurde ich von Peter Fierz und Guido Schwendemann, Inhaber von Lerch Cyclesport und zweifacher Teilnehmer an olympischen Spielen in der Mannschaftsverfolgung auf der Bahn.

Team Koach im Anstieg zum Julier
Nach einem 10.7 Km langen Bergzeitfahren standen die 3 Bergetappen, Davos-Julier-St.Moritz, St. Moritz-Splügen-Lenzerheide und Lenzerheide-Albula-Flüela-Davos, auf dem Programm.

Ruhe vor dem Sturm in Sils Maria
Da kurz und heftig nicht meine Stärken sind, wunderte ich mich auch nicht, dass ich nach dem Zeitfahren nur an 18. Stelle meiner AK lag.

Die erste Etappe beendete ich auf Platz 9. Lohn für eine gute Renneinteilung und einen beherzten Zielsprint.

Einen weiteren 9. Platz gab es bei der Königsetappe über den Splügenpass. Von Chiavenna geht es 30 Kilometer nur berghoch und als Abschluss dann noch der brutal steile Anstieg nach der Solisbrücke via Muldain und Lain auf die Lenzerheide. Dies war natürlich meine Heimstrecke, kannte ich jede Kurve wie meine Hosentasche. Dank an Barbara die im Ziel auf mich wartete und uns mit einer selbstgemachten, zuckerlosen (!) Wähe verwöhnte. Somit lag ich auf dem 9. Gesamtrang der "Grand Masters", den Herren ab 50zig.

Start zur Regenetappe über Albula und Flüela
Die Frage ob vielleicht bei der letzten Etappe noch eine Rangverbesserung möglich wäre beantwortete sich bereits nach 9 Km. Luft draussen!!! Nein, nicht bei mir sondern bei meinem Vorderreifen. Ein Pneudefekt bedeutete das Ende von sportlichen Ambitionen. Bis der Materialwagen mit einem Ersatzrad kam dauerte es 20 Minuten und meine Konkurrenten waren schon über alle Berge. Im strömenden Regen fuhr ich alleine dem Feld hinterher mit dem einzigen Ziel die Etappe ehrenvoll zu beenden. 


Was am Schluss bleibt ist ein großartiges Erlebnis, ein 12. Rang bei den Grand Masters und die Erkenntnis, die nicht ganz neu ist, dass ich 5 Kg leichter sein müsste um in den Bergen vorne mithalten zu können. 

Gratulation an Peter Fierz, Guido Schwendemann, Michele Priore und Stefan Ilg, die alle erfolgreich und zufrieden finishten. Danke auch für die tolle Kameradschaft. Vielleicht müsste man sich nächstes Jahr die Teilnahme an der Tour-Transalp oder der Haute Route Alps überlegen? 


Sonntag, 25. August 2013

Schwarzer Tag am Uster Triathlon

Meine Titelwahl hat nichts mit dem Wetter zu tun. Trotz miserablen Prognosen waren die Bedingungen, bei zwar kühlen aber trockenen Verhältnissen, perfekt. Die Freude oder Enttäuschung über die eigene Leistung hatte bei vielen Teilnehmern nur noch wenig Bedeutung als sich die Nachricht von zwei tragischen Vorfällen verbreitete. 
Pascal Preisig, ein junger Sportskollege im Team Koach, musste nach einem Unfall mit einem Automobilisten mit schweren Verletzungen in die Uniklinik eingeliefert werden. Er und ein zweiter Athlet wurden auf der Radstrecke fehlgeleitet und kollidierten in einer unübersichtlichen Kurve mit einem PW. Wir wünschen Pascal alles Gute und drücken ihm die Daumen, dass sich die Verletzungen als nicht ganz so gravierend herausstellen. Der zweite Vorfall betrifft einen 58 jährigen Mann, ein Altersklassenkollege den ich jedoch persönlich nicht kenne, der kurz vor dem Ziel zusammenbrach und verstarb. Dies ist nun bereits der zweite Todesfall an einem Triathlon in der Schweiz in der laufenden Saison! 

In schwarz-weiss, der Stimmung angepasst, das Siegerpodest der AK 55-64 mit Alfi & Georges!

Podestplätze für unser Team gab es auch noch für Martin Welti und Doc. Barbara. "First out of water" aller AK-Athleten Christian Fässler! 

Wurst und Brot Weltmeisterschaft 2013


Eigentlich ist es schon verrückt, da reist man durch die halbe Welt um an den verschiedensten hochkarätigsten Triathlonwettkämpfen teilzunehmen und einer der Schönsten und best organisierten liegt fast vor der Haustür. Der Schwyzer Triathlon wird vom Veloclub Ibach bereits zum 17. Mal durchgeführt, ist aber immer noch ein Geheimtipp! Alles passt, wirklich alles, wenn wir mal grosszügig vom bescheidenen kulinarischen Angebot des Badirestaurant absehen. Gute Webseite, perfekte Organisation, witziges Format mit Windschattenfreigabe, urchige Sprüche des Speaker, idyllische Berglandschaft, grosszügige Preise und ein Nenngeld das schon fast nostalgisch tief liegt. Nach 400m Schwimmen im heimeligen Lauerzersee folgen 2 Velorunden um den See gefolgt von 5 Km laufen. Für die Schnellen ist das Ganze nach etwa einer Stunden erledigt. Ironnonna Barbara hat sich nach vielen Jahren wieder einmal an den Start gewagt. Mit einem Lächeln im Gesicht hat sie die Finishline überquert! Caroline Koethe, noch ein Comeback, hatte riesen Spass und begann gleich mit Pläne schmieden fürs nächste Jahr. René und Sohn Robin, unsere Nachbarn, hatten ebenfalls Freude an der familiären Veranstaltung. Dauerkonkurrent Gilbert fehlte etwas die Kraft nach einer intensiven Trainingswoche in den französichen Alpen. Spass und Freude scheint es ihm trotzdem gemacht zu haben. Dass ich einen direkten Konkurrenten im Nacken hatte habe ich verschlafen und bis mir klar wurde, dass 200m vor dem Ziel ein Schlussspurt gefragt war, war er mir auch schon enteilt. Ein zweiter Platz geht voll in Ordnung, die Sprintdistanz ist nicht wirklich mein Ding. Egal, Spass hat es gemacht und ich bin mächtig Stolz auf Barbara!    

Die Fotos zeigen die Ironnonnis vor und bei der Arbeit. Danke an Georges & Niki Bürgi. 



Dienstag, 13. August 2013

Ironman 70.3 European Championship Wiesbaden




"Alles hat sein Gutes" pflegte mein Vater zu sagen. Auch dem Abbruchrennen in Rapperswil hätte er eine gute Seite abgewonnen. Die World Triathlon Corporation offerierte uns als Ersatz die Teilnahme, am mit dem Prädikat Europameisterschaft ausgeschriebenen, IM 70.3 Wiesbaden. Mein Vater hätte recht behalten, es kam gut für mich, sehr gut sogar. Dass ich fit war und bei den grauen Panther auf dem Rad und beim Laufen mit den Schnellsten mithalten konnte wusste ich. Öfter verhinderte aber meine Schwäche beim Schwimmen einen Vollerfolg. Meine Rennstrategie war simpel. Rückstand beim Schwimmen in Grenzen halten, auf dem Velo an die Spitze fahren und danach auf der Laufstrecke alle Grauhaarigen und Kahlköpfigen niederkämpfen. Mit weniger als 4 Minuten Rückstand auf Alfi, dem Führenden, verließ ich die erste Wechselzone. Meine Startwelle war die Erste nach den Damen und so überholte ich während zweieinhalb Stunden Frau um Frau und wähnte mich an einem Frauentriathlon! Auf der mit 1500 Höhenmeter ziemlich anspruchsvollen Radstrecke fühlte ich mich pudelwohl. Als ich beim zweiten Wechsel ins Zelt stürmte erblickte ich Alfi der eben auf die Laufstrecke ging. Nun lief ich wie der Teufel. Mein 4er Schnitt für die ersten 5 Km war viel zu schnell aber ich musste einfach zu Alfi aufschließen ohne zu wissen wie es dann weitergehen sollte. Als es soweit war grüssten wir uns, er meinte "uhhhh verdammt schnell" und es gelang mir in kurzer Zeit den entscheidenden Vorsprung heraus zu laufen. Es war eines meiner besten Rennen und wurde mit dem EM-Titel belohnt. Yeahhhh!!!!

Ein rundum tolles Weekend mit vielen Emotionen, achtzigtausend begeisterte Zuschauer an der Strecke und einem Resultat, dass ich mir zwar erhoffte aber das live natürlich schöner ist als in den Tagträumen. Es gab aber auch grössere und kleinere Dramen. Da wären zum Beispiel die etwa 30 Teilnehmer die den Start verpassten weil sich der Chauffeur des Shuttlebus beim Transfer zum Schwimmstart verfuhr!  Oder Jan Frodeno der die entscheidende Zeit zum Gesamtsieg in der Wechselzone verlor weil sein Laufbeutel versehentlich bei den Altersklassenteilnehmern anstatt bei den Pro's bereit gelegt wurde. Und natürlich das Drama von Gilbert Fisch der den Konaslot um knappe 52 Sekunden verpasste nachdem er bereits beim Ironman Austria wegen läppischen 2:44 Minuten leer ausging.  

Unsere nördlichen Nachbarn haben eine perfekte Organisation hin gelegt alles ging "ruck zuck zack zack". Danke liebe Veranstalter! Ein grosses Dankeschön geht an Kurt Müller der mit seinem "Team Koach" in kürzester Zeit eine Truppe auf die Beine gestellt hat in dem ein tolle Stimmung herrscht. Danke an Christian Fässler der seit 4 Jahren wöchentlich mit mir schwimmt und mich immer wieder motiviert. Erstmals bin ich die 1.9 Km unter 30 Minuten geschwommen und man kann es drehen und wenden wie man will, es war für mich eine sehr gute Leistung. Den grössten Dank geht natürlich an Barbara die mich immer aktiv unterstützt! Kuss! Last but not least danke an alle Blogleser die mit lieben, humorvollen und motivierenden Feedbacks auch meine Motiviation zum Schreiben hochhalten! 

Ab sofort steht die Vorbereitung auf den Ironman Hawaii im Vordergrund. Unterbrochen durch Uster und Galveston, zwei olympische Triathlon. Selbstverständlich werde ich regelmässig von Trainings und Wettkämpfen berichten.    

Montag, 5. August 2013

Alpenpässe



Mit Schrecken hab ich festgestellt, dass ich schon lange keinen Blog mehr geschrieben habe. Eigentlich hab ich auch nicht all zuviel zu erzählen. Trotzdem, wer sich über einen kurzen Update über den Ironnonno freut der darf weiterlesen.

Wettermäßig wurden wir vom Mai und Juni nicht verwöhnt. Der Mai geht sogar als zweit nassester Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnung in die Klimageschichte ein. Der Juni glänzte durch Unwetter und Hochwasser und die Sonne hielt sich vornehm zurück. Ganz anders der Juli! Nur ein einziger Regentag und mehr als ein Dutzend Hitzetage ergaben einen perfekten Rahmen um mein Velokilometerkonto zu äufnen! Fast 2000 Km spuhlte ich ab. Mein Kontostand 2013 steht bei 8000Km und entspricht dem mehrjährigen Durchschnitt. Das Postkartenwetter nutzte ich um ausgiebig Höhenmeter in den Schweizer Alpen zu sammeln. Bergtrainings die mir hoffentlich beim Ironman 70.3 Germany helfen auf der schwierigen Radstrecke mit 1450 Höhenmeter meinen Rückstand aus dem Schwimmen zu reduzieren. Die Radstrecke in Wiesbaden wird bestimmt die Schlüsseldisziplin sein. Wer hier den falschen Tag erwischt wird mit dem Ausgang in der M55 kaum etwas zu tun haben, ist doch alles was Rang, Name und graue Haare hat am Start!


Der IM Switzerland war eine willkommene Abwechslung vom Training. Nicht als Teilnehmer sondern als Zuschauer stand ich am Mythenquai als sich 2500 Athleten auf den Weg zu einem denkwürdigen Wettkampf machten. Das Schwimmen musste erstmals ohne Neo absolviert werden. Die Lufttemperatur sollte bis zum Marathon die 35°C überschreiten. Eine Tortur schon für uns Zuschauer geschweige denn für die Athleten. Die meisten unserer teilnehmenden Freunde und Bekannten haben das Ziel erreicht auch wenn die Zeiten teilweise langsamer als erhofft waren. Bravo. 

Selbst hab ich am Vortag wieder einmal einen Triathlon über die olympische Distanz gemacht. Wegen meiner bekannten Schwäche im Schwimmen hatte ich keine großen Ambitionen. So war denn auch mein Rückstand mit 4 Minuten auf Alfi Caprez, den meine italienischen Freunde ehrfurchtsvoll "il muratore" nennen, uneinholbar. Trotzdem hat es Spass gemacht wieder einmal von Anfang bis Schluss Vollgas zu geben. Jetzt freue ich mich wieder auf die längeren Distanzen wo meine Chancen höher einzustufen sind. 

Dienstag, 11. Juni 2013

Endlich Triathlon !


Eisige Temperaturen in St. Pölten, Erdrutsch und Rennabruch in Rapperswil, Blitz und Donner in Kraichgau! An Mangel an Action kann ich mich zu Saisonbeginn nicht beklagen! Mein Entscheid beim Challenge Kraichgau zu starten fiel spontan. Christian Fässler, der letztes Jahr bereits teilnahm, schwärmte von der perfekten Organisation und der tollen Stimmung an der Strecke. Er sollte recht behalten. Ich finde absolut kein Haar in der Suppe und muss die Veranstalter, Helfer und Zuschauer in den höchsten Tönen loben. Was mir Christian nicht erzählt hat ist, dass es auch in Kraichgau ein Wetter gibt!!! Blitz und Donner empfingen uns zum Schwimmstart! Die Veranstalter waren in höchstem Masse gefordert!  Der Start wurde 2 mal um je 30 Minuten verschoben. Und siehe da, Petrus hatte ein Einsehen, stoppte den Regen und es konnte mit Wellenstart im 10 Minuten Takt losgehen. Meine Schwimmleistung blieb deutlich unter meinen Erwartungen. Trotz sehr viel Trainingsaufwand scheint es als ob ich auch dieses Jahr eine lahme Ente bleiben werde! Somit war Vollgas auf dem Velo angesagt. Da aber die Strassen noch nass und rutschig waren war gleichzeitig Vorsicht geboten. In Kraichgau geht es pausenlos rauf und runter, nie lange, nie steil aber mit vielen Kurven und immer wieder durch Dörfer. Kurz, es wird einem nie langweilig. Meine Velozeit geht denn auch in Ordnung ohne, dass ich die Zitrone voll ausgequetscht hätte. Die Wechselzone erreichte ich gleichzeitig mit Gregor Otto, den ich von früheren Wettkämpfen her kannte. Seite an Seite liefen wir in einem viel zu hohen Tempo. Jeder wollte gleich von Anfang dem Kampf um den AK-Sieg seinen persönlichen Stempel aufdrücken. Wir spielten auch noch ein bisschen Pokerface und begannen mit Small-Talk und das war gut so denn wir fanden heraus, dass wir gar nicht in der selben AK sind! Der Ehrgeiz liess jedoch nicht gross nach und wir schenkten uns nichts. Bei Kilometer 20 startete ich einen Steigerungslauf den ich bis zur Ziellinie durchzog und der mit einem hauchdünnen Vorsprung belohnt wurde. Christian Fässler, einmal mehr einer der schnellsten Amateure in der ersten Disziplin, konnte sein Potenzial nicht ganz ausschöpfen. Für den IM Zürich muss er noch an ein paar Details feilen. Empfehlenswert wäre vielleicht eine etwas gezieltere pre-Race Ernährung!


Fazit; einer der schönsten Mitteldistanztriathlons, sehr freundliche Veranstalter und Helfer (Danke an Nicole Steinmetz, dass ich auch noch kurzfristig melden konnte) und der Slogan "we are family" wird auch tatsächlich gelebt.

Und zu allerletzt ein grosses Dankeschön an Maureen und Elli fürs anfeuern an der Strecke!

Hier geht es zu den Fotos >>>

   

Montag, 3. Juni 2013

70.3 Rapperswil Regennbericht


Nachdem eisig kalten Rennen in St.Pölten hoffte ich natürlich auf etwas freundlichere klimatische Bedingungen für den 70.3 Ironman Rapperswil. Dass aus dem Schwimmen auch diesmal nichts werden wird war schon früh klar. Der Obersee hatte gerade mal 10°C Grad, Tendenz fallend! Der Veranstalter, der via Facebook vorbildlich die Lage und das Vorgehen kommunizierte, hat das Schwimmen am Mittwoch dann auch offiziell abgesagt und durch einen 4.5Km Lauf ersetzt. Die wenigen, super harten Ironmänner die darüber ihren Unmut im Facebook zum Ausdruck brachten und darauf hin wiesen, dass Ironmänner ja aus Stahl seien und auch bei diesen Bedingungen schwimmen können, sind ziemlich weich in der Birne! Aber lassen wir das, Idioten gibt es natürlich auch unter uns Triathleten! Das Wetter kann mich nicht mehr aus der Ruhe bringen. Die Kleiderstrategie stand fest. Die Castelli Gabba Kollektion, die ich mir für den IM Wales im vergangenen Jahr gekauft hatte, bestehend aus wasserabweisenden Ärmlingen und einer eben solchen Jacke, würden mich auf dem Velo genügend vor dem Dauerregen schützen. So weit kam es allerdings nicht. Das Rennen wurde kurz vor meiner Startwelle, den Veteranen, wegen eines Erdrutsches abgebrochen! Die Seestrasse in Schmerikon wurde durch umgestürzte Bäume und Steinbrocken verblockt. Die Polizei und die Rennleitung hatten keine andere Wahl. Auch in dieser Situation haben die Verantwortlichen perfekt entschieden und auch schnell und gut kommuniziert. Kompliment an Nico Aeschimann und sein Team. 

Hier ein paar coole Sprüch die ich vor und nach dem Regnnen aufgeschnappt habe: 

"Muss man bei Regen die Badekappe tragen?" - "Heute hätte ich super Beine gehabt!" - "Gratisbier für alle!"
"Das wäre mein Rennen gewesen" - "Nächstes Jahr fahren wir nach Schottland ins Trainingslager, dann sind wir bereit für Rappi und St.Pölten" - ......und nochmals: "Heute wäre mein Tag gewesen". 

Ein kleiner Tipp an die Organisatoren. Dass ihr einen Plan B und C habt, habt ihr bewiesen. Nochmals bravo. Vielleicht solltet ihr für die kommenden Jahr auch noch einen Plan S haben. Der könnte dann kurzfristig einen "Strongmanrun" sein und das würde dann so aussehen:





Dienstag, 28. Mai 2013

Meteorologenkongress St.Pölten

Training im Paradies war der Titel meines letzten Blogeintrages. Racing in der Hölle hätte er diesmal heissen können. Glücklicherweise kam es nicht ganz so schlimm. Aber jetzt erstmal alles der Reihe nach. Der Halb-Ironman von St.Pölten ist einer der schönsten Wettkämpfe die ich kenne. Österreichische Gastfreundschaft, effiziente Organisation und eine in allen Belangen traumhafte Strecke schienen mir die perfekten Zutaten für meinen Saisonstart zu sein. Die 7 stündige Autofahrt mit Dario und Gilbert war kurzweilig und lehrreich. Meine Kenntnisse in Sachen Sporternährung sind wieder auf dem neusten Stand ;-) Mehr Kopfzerbrechen als die Wettkampfernährung gab uns allerdings das Wetter! In IT-Sprache: "Caps Lock" - "Shift ohne Ende!" und dies bei Temperaturen um die 7°C! Klar drehten sich die Gespräche unter den Teilnehmern fast ausschließlich ums Wetter und einer möglichen Kürzung der Schwimmstrecke! Manchmal wähnte man sich an einem Kongress von Metereologen. Tatsächlich wurde das Schwimmen, wie befürchtet oder erhofft, kommt ein bisschen auf das Schwimmkönnen an, abgesagt. Die Wassertemperatur wäre mit 16°C im Neopren gerade noch erträglich gewesen. Die zu erwartende Lufttemperatur von 5°C aber klar zu niedrig!! Ich selbst wäre gerne geschwommen, obwohl ich nur ein mittelmäßiger Schwimmer bin. Der Entscheid der Rennleitung ist absolut nachvollziehbar, entspricht dem Wortlaut des Reglements und war, meiner Meinung nach, der einzig Richtige. Somit kam es zu einem Bike + Run Wettbewerb. Trotz trockenem Wetter und trockenen Strassen war die Herausforderung durch kalte Temperaturen und Windböen von bis zu 60Km/h nicht zu unterschätzen. Mein Radsplit war solide aber der letzte Biss hat ein wenig gefehlt. Erstmals hab ich beim Laufen ganz bewusst einen Negativsplit anvisiert. Heisst zweite Runde schneller als Erste. Das Resultat war, dass sich die erste Runde relativ locker anfühlte und für die zweite Runde die nötigen Körner für eine leichte Temposteigerung übrig blieben. Fazit der neuen Laufstrategie; sehr empfehlenswert, muss aber im Training noch verfeinert werden. Das Weekend hat Spass gemacht und wieder einmal aufgezeigt, dass unter (fast) jeden Bedingungen ein Wettkampf möglich ist sofern die passende Ausrüstung und vor allem die richtige Einstellung vorhanden ist. 
In unserer kleinen aber feinen Schweizer Gruppe gab es fast nur strahlende Gesichter. Vier Podestplätze, einen Las Vegas Slot und mit Marion und Evelyne zwei die zum aller ersten mal einen Halb-Ironman meisterten. Pechvogel war Dario der sich bei einem Velosturz mit 50Km/h schmerzhafte Prellungen holte. Ein grosser Dank geht an Susanne von Team Koach Hauptsponsor Velorado. Die neuen Mizuno Laufschuhe sind genial. 

Dienstag, 7. Mai 2013

Training im Paradies


Mallorca, Riccione, Toskana oder die Kanaren, es gibt viele schöne Trainingsorte. Für mich ist seit ein paar Jahren Phuket der schönste aller Orte um die neue Saison vorzubereiten. Mit den klimatischen Bedingungen, heiß und feucht, muss man sich etwas anfreunden. Wem das gelingt dem stehen unzählige, exotische, wunderschöne Velo- und Laufstrecken zur Auswahl. Schwimmen im Meer, am 6 Kilometer langen Bang Tao Beach, oder im Pool, garantieren perfekte Schwimmtrainings. Die freundlichen Thais und die vielen sportlichen "Expats" lassen einem schon nach kurzer Zeit heimisch fühlen! 
Erstmals war auch Barbara mit dabei. Natürlich war sie schon oft in Phuket, aber diesmal hatten die Ferien auch für sie Trainingslagercharakter, schließlich hat sie sich für den Laguna Phuket Triathlon im November angemeldet. Swim, Bike, Run standen somit auch auf ihrem Ferienprogramm. Auf präzise Trainingspläne, teure Wattmessgeräte oder Pulsuhren verzichten wir weiterhin. Dafür holt sich Barbara nützliche Tipps bei Belinda Granger ab. Auf einer gemeinsamen Veloausfahrt quatschten die beiden über Training, Triathlon, Lifestyle, Gott und die Welt und vieles mehr. Trotz ihren 43 Jahren ist Belinda, die kurz nach unserem Treffen den Challenge Taiwan gewann, immer noch eine der schnellsten und vor allem sympathischsten Langdistanztriathletinnen.

Ich meinerseits brauche nach wie vor viele Tipps fürs Schwimmen. Die hol ich mir bei Coach Simon der aus Trinidad und Tobago kommt und bei dem auch der Spassfaktor immer present ist! Geschwommen wird im "coolsten" Pool von Phuket! Mit 24°C ist der Pool in Cherngtalay vermutlich der einzige Pool in Phuket der auch noch für etwas Abkühlung sorgt. Mein neues Schwimmmotto, aus dem heraus ich neue Hoffnung schöpfe: "hard work beats talent when talent doesn't work hard". 

Ob das Training tatsächlich Früchte trägt werden wir am 26. Mai bei meinem Saisonstart in St.Pölten sehen. Bis dahin gibt es zwar noch einiges zu tun aber das Fundament ist gelegt. 

Montag, 1. April 2013

Lauftraining mit Haile Gebrselassie !

Liebe Blogleser, liebe Läufer und Triathleten,

nachdem letztjährigen tollen Schwimmwochenende mit Olympiasiegerin (1996 Atlanta, 400x200m Freistilstaffel) und Weltmeisterin (Triathlon 2004 in Madeira) Sheila Taormina freut es mich wieder einen Anlass mit einem Superstar organisieren zu dürfen. 


Auch diesmal spielte der Zufall mit! Haile Gebrselassie wird uns in einem 2 stündigen Training in die Geheimnisse des schnellen Laufens einweihen. Haile zeigt seine 10 wichtigisten Laufübungen und wird sowohl Triathleten wie auch "nur" Läufern spezielle Trainingstipps und Anregungen geben. Bei einem lockeren Dauerlauf könnt ihr, sofern ihr könnt (!), Haile über dies und jenes fragen. Das ganze ist gratis und beginnt um 11:15 Uhr am Ostermontag auf der Sportanlage Tüfi in Adliswil. Teilnehmen kann jedermann der während 10Km einen 6er Schnitt laufen kann. Duschmöglichkeit vorhanden. Anmeldung nicht notwendig. Es wird Wert auf Pünktlichkeit gelegt. Die ersten 5 Damen und Herren erhalten ein original Haile Gebrselassie Adidas Laufshirt. Wer am Abend mit Haile, Barbara und mir noch in den PIZZA-Dome kommen möchte meldet sich. Es hat Platz für maximal 10 Personen!  



   

Freitag, 29. März 2013

Querdenker

Gemäss Wikipedia ist ein Querdenker jemand, der laterales Denken anwendet, umgangssprachlich auch Querdenken genannt. Diese Denkmethode wird als Kreativitätstechnik und zur Lösung von Problemen eingesetzt. So ein Problem stellt sich allen Triathleten und Velofahrern, die Ostern in der Schweiz verbringen und auf schönes Wetter hofften. Bucheli & Co. haben uns schon ziemlich früh jede Hoffnung genommen und das Problem war klar definiert. Kaltes, nasses Wetter, teilweise sogar Schneefall und nicht einmal das Tessin offeriert eine echte Alternative! Wie kann das Problem gelöst werden? Im Gegensatz zum vertikalen Denken, das Schritt für Schritt verläuft und zu einem logischen, richtigen Ergebnis führt, ist das Querdenken unter anderem durch folgende Grundsätze charakterisiert:


  • Informationen können subjektiv bewertet werden und intuitiv erfasst werden.
  • Gedankliche Sprünge und Assoziationen werden zugelassen, nicht jedes Zwischenergebnis muss richtig sein.
  • Auch nicht durchführbare Lösungen können ein Schritt zum besseren Verständnis des Problems sein.
  • Konventionelle Denkmuster werden in Frage gestellt, indem z. B. bewusst nach der unwahrscheinlichsten Lösung eines Problems gesucht wird.
  • Ausgangssituation und Rahmenbedingungen werden nicht als unveränderbar hingenommen




Resultat meiner Querdenkerei ist, dass ich die Velotrainings mit meinem Quervelo absolviere. Querfeldein bei Schneegestöber, Graupelschauer und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt. Echt Cool und mein ganz persönliches Paretoprinzip, 80 Prozent der Trainings müssen Spass machen, kann ich problemlos einhalten!  

Sonntag, 10. März 2013

Ironnonno im SonnTalk - Tele Züri!

Nein natürlich nicht! Wieso sollte mich Markus Gilli in seine Sendung einladen? Obwohl, manchmal hätte ich schon Lust Nathalie Rickli, Cédric Wehrmut und Christoph Mörgeli meine Sicht der Dinge zu erklären! Heute wäre ich für die Frage über mein persönliches Lust & Frust Erlebnis der Woche bereit gewesen!

Lust:
Das tolle Wetter lud zum 2013er Rennvelo Roll-Out ein. Von Freitag bis Sonntag kamen 250 Renn- und Quervelokilometer zusammen! Das ganze auch noch mit der neuen Team Koach Teamkleidung!

Frust:
Die Österreicher sind schuld! Nicht weil sie besser Ski fahren als unsere Schweizer. Vielleicht sollten Defago, Küng, Janka & Co. mit KM-Sportcoaching zusammen arbeiten! Lassen wir das witzeln über unsere Ski-Nati. Verärgert haben mich die ÖBB. Gerne würden Dario, Ironshark, ich und ein paar andere Athleten mit dem Zug zum IM 70.3 in St.Pölten reisen. Die ÖBB haben vor ein paar Monaten in einer Medienmitteilung signalisiert, dass die Velomitnahme im RailJet ab Frühjahr wieder möglich sei. Eine hilfsbereite und hübsche Schalterangestellte der SBB, man sollte ihr unbedingt eine attraktivere Uniform zur Verfügung stellen, gell Jeannine, hat sich die grösste Mühe gegeben mir eine definitive Antwort zu besorgen. Trotz intensivem tippen auf ihrer PC-Tastatur und einer telefonischen Anfrage an eine höhere Informationszentrale konnte sie mir nicht weiter helfen. Also hab ich selbst via ÖBB Webseite das entsprechende Kontaktformular ausgefüllt und die Anfrage abgeschickt. 2 Sekunden später enthielt mein Postfach eine Bestätigung mit der Bitte um ein bisschen Geduld, eine Antwort würde schnellst möglich gemailt. Wunderbar, es eilt ja tatsächlich nicht wir reisen erst Ende Mai. Ein, zwei Tage warten wir gerne. Auch eine Woche ist kein Problem. Aber es sind nun mehr als zwei Wochen vergangen und eine Antwort gab es noch nicht. Da sich mein Verwandtschaftskreis demnächst nach Österreich ausdehnt, werde ich ich jetzt sehr diplomatisch und verschlüsselt etwas Luft ablassen: "Gottfried Stutz liebi Nachbärä jetzt chönd er dänn scho öppä ämal dä Finger usä näh, dammi no mal #@=>$$:-()!"

Freitag, 15. Februar 2013

SKA Mütze


Team Koach ist mein Team für die Saison 2013 und 2014. Als echtes und ernst zu nehmendes Team haben wir natürlich nicht nur State of the Art Material sondern auch eine attraktive Teambekleidung. Im Vetrag heisst es, dass bei Training und vorallem Wettkämpfen die Teambekleidung zu tragen sei. Das werde ich natürlich mit Freude und Stolz tun. Bevor wir unsere neue Teambekleidung erhalten bleibt noch ein bisschen Zeit um von den alten Leibchen, Hosen, Jacken und Mützen Abschied zu nehmen. Viele Stücke sind zwar etwas in die Jahre gekommen, aber einige haben auch ihre eigene Geschichte zu erzählen. Nein, ich werde hier nicht meinen ganzen Kleiderschrank öffnen. Aber die SKA (Schweizerische Kreditanstalt, für die etwas jüngeren Leser) Mütze, hat einen Platz im Blog verdient! 800 000 weissrotblaue Strickmützen wurden zwischen 1976 und 1983 in Umlauf gebracht. Wer zu dieser Zeit Teenager war, hatte garantiert eine! Später wurden sie nur noch selten auf der Piste gesichtet. Bei Bauern, Wald- und Strassenarbeiter, Pistenbully-Fahrern und Skibügelgeber blieb sie noch lange populär. Heute ist die Mütze Kult und eine absolute Rarität. Bei Ebay und Ricardo steht der Preis bei  knapp 50 Franken. Das ist also deutlich mehr als der der aktuelle Credit-Suisse Aktienpreis. Also liebe CS-Mitarbeiter beim nächsten Bonusgespräch sollte ihr anstatt Mitarbeiteraktien lieber SKA-Mützen verlangen! 




Stolz und in Erinnerungen schwelgend, trug ich meine SKA-Mütze auf der heutigen Langlaufrunde auf der Loipe Zimmerberg. Ob und wann unser neues Team uns eine Wintermütze offerieren wird, ist noch unklar. Aussehen könnte sie möglicherweise so:

Samstag, 26. Januar 2013

Team Koach


Kurt Müller, ein Urgestein der Schweizer Triathlonszene, hat sich entschlossen ein eigenes Multisportteam zu gründen. Ganz überraschend hab ich eine Einladung erhalten als aktiver Athlet mitzumachen. Das hat mich gefreut und geehrt.

Team Koach, so der Name des Team, bestand vor ein paar Wochen nur als grober Entwurf auf ein paar Seiten Papier. Wer mich kennt weiss, dass ich bei Teamgeschichten eher zurückhalten bin. Das war beim Team Koach nicht anders. Ein Gespräch mit Kurt und eines mit Andreas Betschart, Besitzer von Velorado, dem Materialsponsor, überzeugte mich und ich gab meine Zusage. Nach über 12 Jahren Triathlon werde ich somit zum ersten Mal in den Farben eines Teams an den Start gehen. Etwas präzieser, in weiss, schwarz, grün. Freude herrscht!

Gestern wurden den Sponsoren und den ungefähr 25 Teammitgliedern die Philosphie, das Konzept und die Rahmenbedingungen präsentiert. Noch ist nicht jedes Detail entschied aber ich weiss, dass wir bei den ersten Rennen bereit sein werden. Neues Material, mehr dazu in kürze, tolle Teambekleidung, gemeinsame Trainings und am Wichtigsten, ein grossartiger Teamspirit. 

Wie ein Buschfeuer hat sich die News über das neue Team verbreitet. Zeitungen berichteten darüber, Fans bestaunten das neue Logo und rissen sich um die Plakate! Lasst euch überraschen, welche positiven Schlagzeilen das Team in den nächsten Wochen und Monaten noch machen wird. Stay tuned und viel Spass beim Training und beim Zeitung und Blog lesen!





Dienstag, 25. Dezember 2012

Frohe Feiertage aus dem Zürichsee


Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich alle sportlichen Weihnachtsaktivitäten verpasst habe. Jahr für Jahr werde ich von Bruno Würmli für den legendären Bierathlon angefragt. Eine grosse Ehre für mich, bin ich doch weder ein grosser Säufer noch ein schneller Läufer. Es tut mir leid ihm mal für mal einen Korb zu geben. Sorry lieber Bruno, aber probiere es doch immer wieder, irgendwann wird es klappen. Den Silversterlauf hab ich auch dieses Jahr verpasst und der Neujahrsmarathon ist echt eine Nummer zu gross für mich. Mütze ab für die Verrückten die bei Nacht, Schnee und eisigen Temperaturen bereits am Neujahrstag sich über die legendären 42Km schinden. Auch das Samichlausschwimmen, ein wirklich witziger Anlass, fand ohne mich statt. Nun im Zeitalter prae Facebook hätte ich mit dieser Situation auch problemlos umgehen können. Irgendwann jedoch begannen all die Posts von Sportaktivitäten mit Samichlausmütze zu nerven. Bilder von den Kanaren, von Phuket, von den Philippinen, den Woodlands den verschiedenen Hallenbäder, Stadt- Schnee- und Nachtjoggingrunden gaben mir das Gefühl etwas zu verpassen. Am Nachmittag des Heiligabend dann das erlösende Erlebnis. Ein Triathlon Bekannter, den ich zufällig im HaBa traf, wünschte mir frohe Weihnachten und meinte, dass man bei diesem Wetter auch gleich im Zürichsee schwimmen könnte. Die zündende Idee! Lassen sich ein paar Spinner finden die mit mir das Erlebnis schwimmen im 6°C kalten See teilen werden? Ja war die simple Antwort. Christian Fässler hat sofort zugesagt und den Anlass für die offizielle Präsentation seiner neuen, personalisierten (Ironbarrel) TYR-Schwimmbrille genutzt (siehe Bild unten links). Barbara, Peter & Brigitte Fierz sagten ebenfalls spontan zu. Und nach kurzer Bedenkzeit und der Organisation eines Neopren war auch Maureen dabei.
Hat es Spass gemacht? Ja, sehr sogar. 
War es kalt? Verdammt kalt, mehr als 2 Minuten hat es niemand im Wasser ausgehalten. 
War die Organisation gut? Perfekt, es gab genügend Parkplätze, kein Gedränge am Start und heissen Tee im Ziel. Die Presse war mit einem Kamerateam anwesend! 
Hier gehts zum Video dieser kleinen Weihnachtsgeschichte =>>



Allen lieben Bloglesern schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr! 

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Abschied


Nach vier Wochen in Asien, die letzten zwei in Phuket, war es Zeit zum Abschied nehmen! Abschied nehmen von dieser tollen Insel mit den schönsten Stränden, den freundlichsten Menschen und natürlich von langjährigen aber auch von ein paar neuen Freunden. Die hohen Erwartungen wurden auch dieses Jahr voll erfüllt. Sportlich zeigte Mäni auch beim zweiten Wettkampf, dem Ironman 70.3 Phuket, seine Klasse. Platz zuoberst auf dem Podest!  Gabi, Barbara und Häbi,  finishten als Team. Einen versöhnlichen Abschluss gab es für Andrea, die nach dem DNS beim LPT kurzfristig ein Team zusamenstellte und den Halbmarathon gelaufen ist. Im Team dabei auch Evelyn mit einer starken Velozeit. Gerald, der auf eine Beinprothese angewiesen ist, kämpfte sich tapfer durch Tropenregen und Gluthitze. Für mich gab es, wie schon im Vorjahr, einen zweiten Platz. Freude machte mir meine Schwimmzeit. So schnell war ich noch nie auf den 1.9Km. Und diesmal gab es keine Anzeichen, dass die Strecke zu kurz gewesen wäre. Zufrieden war ich auch mit meiner Velozeit. Nur die Pro-Männer und einige wenige Amateure waren schneller. Da kamen mir meine  Streckenkenntnisse, die Radstrecke ist technisch sehr anspruchsvoll und der teilweise heftige Regen macht die Sache etwas kompliziert, zu gute. Die Laufzeit war etwas enttäuschend. Da gibt es für die kommende Saison viel Arbeit! Mit diesem Rennen heisst es für mich Abschied nehmen von der Altersklasse 50-54. Im neuen Jahr darf oder muss ich bei den 55-59ern starten. Ich gehöre also ab sofort wieder zu den Jungen, mindestens in meiner neuen AK! Abschied genommen hat auch die WTC (World Triathlon Corporation) von Phuket. Der Anlass biete zu wenig Potential war die lapidare und dumme Begründung! Glücklicherweise ist die weitaus sympatischere Challenge Serie eingesprungen und hat gleich beide Wettkämpfe übernommen. Zum Abschied wünsche ich allen Bloglesern eine wunderschöne Weihnachtszeit und happy Training sei es Indoor oder draussen im Schnee. Ich habe definitiv vom strukturierten Training Abschied genommen und freue mich auf Langlauf, Snowboard, Weihnachtsguetzli und ein paar Flaschen guten Rotwein. Photos von Phuket gibt es hier =>  

Donnerstag, 29. November 2012

Laguna Phuket Triathlon

SAWASDEE, bereits sind 4 Tage vergangen seit das Rennen der Legenden, wie es offiziell genannt wird, Vergangenheit ist. Es ist mir etwas schwer gefallen einen Rennbericht zu schreiben. Die Tage sind zu schön um Zeit vor dem Notebook zu verbringen! Sorry. Sport, Strand, Relax, Massage, Singha, gut Essen, Freunde besuchen, immer wieder einmal ein paar Stunden arbeiten (dem Erfinder des WWW ein grosses Dankeschön) und schon ist der Tag vorbei! Am einfachsten wäre es für mich, und das ist die gute News, einfach Copy/Paste von den vergangenen Jahren zu machen. Fast alles war so wie ich es mir erhofft habe. Im Ziel fast nur freudige Gesichter. Kleine Ausnahme war Andrea, die wegen einer Magenverstimmung auf den Start verzichten musste. Evelyn und die SSC-Delegation mit Urs Keller, Gabi Frey und Häbi dürfen Stolz sein eine sehr, sehr anspruchsvolle Strecke erfolgreich gemeistert zu haben. Die Schwimmstrecke ist in zwei Abschnitte aufgeteilt. Nach 1.2Km im Meer und einem 100m Sprint über den Strand folgen 600m in einer Süssenwasserlagune. Ohne Auftrieb des Salzwasser glaubt man das Schwimmen kurzfristig verlernt zu haben. Danach 55 knackige Velokilometer mit drei nahrhaften Anstiegen Richtung Naithon Beach. Die leicht geänderte Streckenführung, quer durch kleine, verwinkelte Wohngebiete, machte auch aus dem flachen Teil eine technisch anspruchsvollen Abschnitt. Danach standen die üblichen 12Km laufen auf dem Menu. Zwischenzeitlich wird es unangenehm heiss und der vom Regen aufgeweichte Golfplatz machte es diesmal extra hart. Aber wie gesagt, am Ende waren fast alle happy. Barbara hat die Velostrecke bravourös gemeistert, sie startet in einem Team von "Locals". Gerald unser Deutscher Freund, er läuft mit einer Beinprotese, hat eine unglaubliche Leistung abgeliefert. Für Mäni und mich gab es einen AK Sieg und als Belohnung einen der beliebten Elefanten!

Das Award Banquet liess, wie immer, keine Wünsche offen. Und da mit Ruedi Wild auch noch ein Schweizer die Gesamtwertung gewann gab es genug Gründe zum feiern! Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Niergends stimmt dieser Spruch mehr als hier in Phuket. Bereits am Sonntag steht der Ironman 70.3 Phuket auf dem Programm. 

Samstag, 24. November 2012

Ferientriathlon

Was will er uns mit diesem Titel vermitteln? Ist er in den Ferien oder macht er Triathlon? Nun wer mich kennt weiss, November ist Phuket Time. Der Laguna Phuket Triathlon ist mein absoluter Lieblingswettkampf. Nirgendwo anders lassen sich Ferien und Wettkampf so schön verbinden. Da sich dies im Sihltal rumgesprochen hat sind wir auch dieses Jahr eine lustige Schweizertruppe die sich hier in Phuket den sportlichen Herausforderungen stellt. Nach 11 Teilnahmen beim "Race of Legends" und 5 Trainingslager fühle ich mich hier ein bisschen zu Hause. Mit einigen "Locals", sowohl Thais wie auch Expats, habe ich Freundschaft geschlossen. Dies öffnet Türen die für Newbies normalerweise verschlossen bleiben. Eine tolle Villa mit 2 fleissigen Haushälterinnen und Köchinnen am Layan Beach, dem vielleicht schönsten Strand in Phuket, ist die perfekt Basis für 2 Traumwochen. Schwimmen im Meer oder im eigenen 25m Pool, Radfahren auf der Ironman oder LPT Strecke und Laufen entlang dem Bang Tao Beach sind unsere Trainingsreviere. Am Sonntag werden Mäni, Gerald, Gabi, Häbi, Urs, Evelyn, Barbara (im Team) und ich am Start zum Laguna Phuket Triathlon stehen. Amade, Dagmar und Tanja werden für uns, aber auch für Ruedi Wild, kräftig die Schweizerfahne schwingen. Andrea ist leider gesundheitlich angeschlagen und wird wohl oder übel auf einen Start verzichten müssen.